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Wir grenzen uns klar gegen rechtsextreme Kräfte ab, die den Natur- und Denkmalschutz im Zusammenhang mit dem Westwall als Deckmantel für ihre Machenschaften benutzen.
Wir zeigen in unserem Museum sowohl den damaligen Stand des Bunkerbaus und sehen es im Kontext als ein Teilstück des nationalsozialistischen Unrechtsregimes.
Der Westwall und damt die Bunker des Museums lassen sich nicht ohne Blick auf die Zielsetzung Hitlers "Lebensraum im Osten" zu erobern und Menschen zu versklaven, verstehen.
Der Primärzweck dieser Anlage war die Abwehr, sowohl propagandistisch wie praktisch, eine Offensive Westallierter Partner gegen Hitlerdeutschlands Expansionsbestrebungen nach Osten zu schützen.

Im Zuge der Umgestaltung und Neuausrichtung der Ausstellung im ersten Bunker werden wir den Zusammenhang zwischen dem Bau des Westwalles, der Enteignung und teilweisen Zwangsvertreibung der Bewohner des Grenzstreifens, der Militarisierung breiter Bevölkerungsschichten bis hin zur Errichtung der SS Sonderlager ausführlicher dokumentieren.


Kurz um möchte ich hier Prof. Wolfgang Benz / Technische Universität Berlin
aus dem verlinkten PDF-dokument zitieren:
" Im Zeitalter des Luftkriegs war der Westwall militärisch ebenso nutzlos wie der Atlantikwall und die im August 1943 angelegte Verteidigungslinie an Dnjepr und Desna unter dem analogen Namen „Ostwall“, die dem Ansturm sowjetischer Panzer und Infanterie nicht standhalten konnte. Die erheblichen Relikte des Westwalls sind freilich real und bilden eine „Erinnerungslandschaft“, die Reflexion und Gestaltung verlangt".



Martin Galle
Ehrenamtlicher Verwaltungsleiter
Westwallmuseum Bad Bergzabern

Adresse:
Kurfürstenstraße 21, 76887 Bad Bergzabern
Öffnungszeiten:
Jeden 2. + 4. Sonntag im Monat und an allen Feiertagen von 10:00 - 16:00
Gruppenführungen ab 15. Personen








Für die Besichtigung des Museums ist auch im Sommer warme Kleidung erforderlich.     Die Bunkertemperatur beträgt ca 10° C.

Blick vom Eingang zum zweiten Bunker
Im Vordergrund der Sechsscharten Turm
dahinter verschiedene Westwall Artefakte.

Geschichte des Westwallmuseums Bad Bergzabern

Bis zum Jahr 1940 gab es verschiedene Bunkertypen für kleine und mittlere Artilleriegeschütze. Mit  Kriegsbeginn zeigte sich, dass ein "Einheitsgeschützschartenstand für alle Geschütze" gebaut werden musste, um die verschiedenen Artilleriegeschütze stationär einsetzen zu können. Man plante und baute einen neuen Bunkertyp, den Regelbau 516, der dies erfüllte. Hiervon wurden im Bereich Bad Bergzabern 16 gebaut. 12 davon wurden nach dem Krieg gesprengt und anschließend übererdet. Bei der "Anlage Schwüllenhöhe" wurde davon abgesehen, da die französische Armee diese als Munitionslager nutzte.

Französischer Sprengversuch am 1. Bunker

Nach Abzug der franz. Truppen und Räumung der Kaserne in Bad Bergzabern, standen die Bunker zunächst leer und wurden nur noch teilweise vom deutschen Kampfmittelräumdienst als Zwischenlager genutzt. 1996 wurde der 4. Bunker abgetragen.

Die Stadt Bad Bergzabern übernahm die Bunkeranlage und liess sie unter Denkmalschutz stellen. Herr Adam Heumüller und die Familie Helga und Hans Fuchsgruber begannen mit dem Herrichten der Bunker und dem Ausbau dieser zu einem Museum, die 1998 eröffnet wurden. Die Gründer des Museums leiteten das Museum bis zum April 2008. Ab April 2008 übernahm Manfred Mizkunaz das Museum als ehrenamtlicher Leiter und führte es bis zu seinem viel zu  frühen Tod am 15.11.2016.

Ausstellungsthemen

Blick in das Innere des Bunkers in welchem die Geschichte Westwalles vom Bau bis zum heutigen Tage erklärt wird. Das der Bevölkerung über die Zeit des Westwallbaues zugefügte Unrecht durch die Nationalsozialisten in Form von Enteignung, Kriegsevakuierung mit einhergehender Plünderung deren Wohnungen durch Militär und Reichsarbeitsdienst, der Kriegsgeschehnisse bis zum Rückbau des Westwalles ist ebenfalls integraler Bestandteil der Ausstellung. Ein fast vergessener Teil der Geschichte ist auch das SS-Sonderlager Hinzert.

Das SS-Sonderlager Hinzert ist ein wichtiger Baustein um den Westwall in seiner Gesamtheit zu verstehen.
In Hinzert bei Trier wurde ein Polizeihaftlager für straffällig gewordene Westwallarbeiter eingerichtet. Es trug die offizielle Bezeichnung "SS-Sonderlager Hinzert". Nach Auflösung der Polizeihaftlager am Westwall im Frühsommer 1940 und der Unterstellung des SS-Sonderlagers Hinzert unter die Inspektion der Konzentrationslager (IKL) am 1. Juli 1940 diente das Lager als "Durchgangslager" insbesondere der luxemburgischen, belgischen, französischen und niederländischen Häftlinge auf ihrem Leidensweg nach Buchenwald, Natzweiler oder Dachau.

Als Museum in der Südpfalz legen wir unseren Schwepunkt auf den Westwall in der Südpfalz.
Nach den allgemeinen Westwallbaudaten, wird an Hand von Kartenmaterial und Bildern der Bau des Otterbachabschnitts erläutert. In einem zweiten Raum wird das Leben der Zivilbevölkerung vor, während der Kriegszeit und am Ende des Krieges beschrieben.
Zum Abschluß informieren wir über den großartigen Einsatz von Naturschutzverbänden und Behörden, die den Abriss stoppten und der Natur damit wichtige Lebensräume erhielt.
Im Eingangsbereich erkären wir verschiedene technische Details der amaligen Bunkerbauten.




Der zweite Bunker wurde so originalgetreu wie möglich ausgestattet.

Unterkunftsbereich

Ausstellung: Fernmeldetechnik

Flur des Untergeschosses

Bevor Sie uns verlassen schauen Sie doch noch noch in unserem kleinen "Shop" vorbei.
Wir haben einige interessante Bücher über den Westwall im Verkauf.

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