Museum
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Otterbachabschnitt
Oberotterbach
WestWallWege
Steinfeld
Infomaterial
Neues
     
 



Adresse:
Kurfürstenstraße 21, 76887 Bad Bergzabern
Öffnungszeiten:
Jeden 2. + 4. Sonntag im Monat und an allen Feiertagen von 10:00 - 16:00
Gruppenführungen ab 15. Personen








Für die Besichtigung des Museums ist auch im Sommer warme Kleidung erforderlich.     Die Bunkertemperatur beträgt ca 10° C.

Blick vom Eingang zum zweiten Bunker
Im Vordergrund der Sechsscharten Turm
dahinter verschiedene Westwall Artefakte.

Geschichte des Westwallmuseums Bad Bergzabern

Bis zum Jahr 1940 gab es verschiedene Bunkertypen für kleine und mittlere Artilleriegeschütze. Mit  Kriegsbeginn zeigte sich, dass ein Einheitsgeschützschartenstand für alle Geschütze gebaut werden musste, um die verschiedenen Artilleriegeschütze stationär einsetzen zu können. Man plante und baute einen neuen Bunkertyp, den Regelbau 516, der dies erfüllte. Von den insgesamt 24 errichteten Regelbauten 516 waren alleine im Bereich Bad Bergzabern 16 in 4 Batterieen gebaut. Drei Batterien wurden nach dem Krieg gesprengt und anschließend übererdet. Bei der "Batterie Schwüllenhöhe" wurde davon abgesehen, da die französische Armee diese Batterie als Munitionslager nutzte.

Französischer Sprengversuch am 1. Bunker

Nach Abzug der franz. Truppen und Räumung der Kaserne in Bad Bergzabern, standen die Bunker zunächst leer und wurden nur noch teilweise vom deutschen Kampfmittelräumdienst als Zwischenlager genutzt. 1996 wurde der 4. Bunker abgetragen.

Die Stadt Bad Bergzabern übernahm die Bunkeranlage und liess sie unter Denkmalschutz stellen. Herr Adam Heumüller und die Familie Helga und Hans Fuchsgruber begannen mit dem Herrichten der Bunker und dem Ausbau dieser zu einem Museum, die 1998 eröffnet wurden. Die Gründer des Museums leiteten das Museum bis zum April 2008. 

Ab April 2008 übernahm Manfred Mizkunaz das Museum als ehrenamtlicher Leiter und führte es bis zu seinem viel zu  frühen Tod am 15.11.2016. Als Kenner der Geschichte des Westwalls widmete er sich vor allen Dingen des Otterbachabschnitts zwischen Oberotterbach und Schaidt um diesen näher zu erforschen. Seine Forschungsergebnisse sind heute ein Teil des Museums.

Ausstellungsthemen

Blick in das Innere des Bunkers in welchem die Geschichte Westwalles vom Bau bis zum heutigen Tage erklärt wird. Das der Bevölkerung über die Zeit des Westwallbaues zugefügte Unrecht durch die Nationalsozialisten in Form von Enteignung, Kriegsevakuierung mit einhergehender Plünderung deren Wohnungen durch Militär und Reichsarbeitsdienst, der Kriegsgeschehnisse bis zum Rückbau des Westwalles erfahren Sie ebenfalls hier. Ein fast vergessener Teil der Geschichte ist auch das SS-Sonderlager Hinzert. Wir können nicht in der Tiefe auf das Verbrechen eingehen, das dort angerichtet wurde, möchten Sie aber diesen furchtbaren Teil der Westwallgeschichte nicht vorenthalten.

Das SS-Sonderlager Hinzert ist ein wichtiger Baustein um den Westwall in seiner Gesamtheit zu verstehen.
In Hinzert bei Trier wurde ein Polizeihaftlager für straffällig gewordene Westwallarbeiter eingerichtet. Es trug die offizielle Bezeichnung "SS-Sonderlager Hinzert". Nach Auflösung der Polizeihaftlager am Westwall im Frühsommer 1940 und der Unterstellung des SS-Sonderlagers Hinzert unter die Inspektion der Konzentrationslager (IKL) am 1. Juli 1940 diente das Lager als "Durchgangslager" insbesondere der luxemburgischen, belgischen, französischen und niederländischen Häftlinge auf ihrem Leidensweg nach Buchenwald, Natzweiler oder Dachau.

Beginnend mit der Unterzeichnung des Versailler Vertrages wird die Entwicklung des Festungsbaus in Europa, der Festungsbau in Deutschland und vor allem der Westwallbau mit Schwerpunkt auf die Südpfalz erklärt. Nach den allgemeinen Westwallbaudaten, wird an Hand von Kartenmaterial und Bildern der Bau des Otterbachabschnitts erläutert. In einem zweiten Raum wird das Leben der Zivilbevölkerung vor, während der Kriegszeit und am Ende des Krieges beschrieben.
Zum Abschluß informieren wir über den großartigen Einsatz von Naturschutzverbänden und Behörden, die den Abriss stoppten und der Natur damit wichtige Lebensräume neu eröffnete, bewahrte.  Betrachten Sie anschließend unsere Sammlung von Festungsbauteilen, sowie Gegenständen aus dem Leben der Soldaten und der Bevölkerung.






Der zweite Bunker wurde so originalgetreu wie möglich ausgestattet.

Unterkunftsbereich

Ausstellung: Fernmeldetechnik

Flur des Untergeschosses

Bevor Sie uns verlassen schauen Sie doch noch noch in unserem kleinen "Shop" vorbei.
Wir haben einige interessante Bücher über den Westwall im Verkauf.

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