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Die neue Telefonnummer des Museums
Auch an Öffnungstagen: 015 25 - 965 906 3







Sehr geehrte Besucherin,
sehr geehrter Besucher dieser Seiten,

Wir zeigen in unserem Museum sowohl den damaligen Stand des Bunkerbaus und sehen es im Kontext als ein Teilstück des nationalsozialistischen Unrechtsregimes.
Der Westwall und damit die Bunker des Museums lassen sich nicht ohne Blick auf die Zielsetzung Hitlers "Lebensraum im Osten" zu erobern und Menschen zu versklaven, verstehen.
Der Primärzweck des Westwalles war die Abwehr, sowohl propagandistisch wie praktisch, die Hitlerschen Angriffskriege nach Osten im Westen zu schützen.

Wir grenzen uns klar gegen rechtsextreme Kräfte ab, die den Natur- und Denkmalschutz im Zusammenhang mit dem Westwall als Deckmantel für ihre Machenschaften benutzen.

Im Zuge der Umgestaltung und Neuausrichtung der Ausstellung im ersten Bunker werden wir den Zusammenhang zwischen dem Bau des Westwalles, der Enteignung und teilweisen Zwangsvertreibung der Bewohner des Grenzstreifens, der Militarisierung breiter Bevölkerungsschichten bis hin zur Errichtung der SS Sonderlager ausführlicher dokumentieren.


Martin Galle
Ehrenamtlicher Verwaltungsleiter
Westwallmuseum Bad Bergzabern

Standort des Museums:
Kurfürstenstraße 21, 76887 Bad Bergzabern
Öffnungszeiten:
Jeden 2. + 4. Sonntag im Monat und an allen Feiertagen von 10:00 - 16:00

Gruppenführungen ab 15. Personen

A C H T U N G:
Von November bis Karfreitag haben wir leider keine Toilettenanlage zur Verfügung!



Postadresse:
Westwallmuseum Bad Bergzabern
c/o Martin Galle
Liebigstrasse 6
76829 Landau i. d. Pfalz



Für die Besichtigung des Museums wird auch im Sommer warme Kleidung empfohlen
Die Bunkertemperatur beträgt ca 10° C

Der Eingang mit Kasse

Blick vom Eingang zum zweiten Bunker
Im Vordergrund der Sechsscharten Turm.

Geschichte des Westwallmuseums Bad Bergzabern

Bis zum Jahr 1940 gab es verschiedene Bunkertypen für kleine und mittlere Artilleriegeschütze. Mit  Kriegsbeginn zeigte sich, dass ein "Einheitsgeschützschartenstand für alle Geschütze" gebaut werden musste, um die verschiedenen Artilleriegeschütze stationär einsetzen zu können. Man plante und baute einen neuen Bunkertyp, den Regelbau 516, der dies erfüllte. Hiervon wurden im Bereich Bad Bergzabern 16 gebaut. 12 davon wurden nach dem Krieg gesprengt, abgetragen und anschließend übererdet. Bei der "Anlage Schwüllenhöhe" wurde davon abgesehen, da die französische Armee diese als Munitionslager nutzte.

Französischer Sprengversuch am 1. Bunker

Nach Abzug der französischen Armee und danach dem Abzug der Bundeswehr in Bad Bergzabern, standen die Bunker zunächst leer und wurden nur noch teilweise vom deutschen Kampfmittelräumdienst als Zwischenlager genutzt. 1996 wurde der 4. Bunker abgetragen.

Bunker 4
Photo: Hans Fuchsgruber

Die Stadt Bad Bergzabern übernahm die Bunkeranlage und liess sie unter Denkmalschutz stellen. Herr Adam Heumüller und die Familie Helga und Hans Fuchsgruber begannen mit dem Herrichten der Bunker und dem Ausbau dieser zu einem Museum, die 1998 eröffnet wurden. Die Gründer des Museums leiteten das Museum bis zum April 2008. Ab April 2008 übernahm Manfred Mizkunaz das Museum als ehrenamtlicher Leiter und führte es bis zu seinem viel zu frühen Tod im Jahr 2016.

Ausstellungsthemen

Blick in das Innere des Bunkers in welchem die Geschichte Westwalles vom Bau bis zum heutigen Tage erklärt wird. Das der Bevölkerung über die Zeit des Westwallbaues zugefügte Unrecht durch die Nationalsozialisten in Form von Enteignung, Kriegsevakuierung mit einhergehender Plünderung deren Wohnungen durch Militär und Reichsarbeitsdienst, der Kriegsgeschehnisse bis zum Rückbau des Westwalles ist ebenfalls integraler Bestandteil der Ausstellung. Ein fast vergessener Teil der Geschichte ist auch das SS-Sonderlager Hinzert.



Das SS-Sonderlager Hinzert ist ein wichtiger Baustein um den Westwall in seiner Gesamtheit zu verstehen.
In Hinzert bei Trier wurde ein Polizeihaftlager für straffällig gewordene Westwallarbeiter eingerichtet. Es trug die offizielle Bezeichnung "SS-Sonderlager Hinzert". Nach Auflösung der Polizeihaftlager am Westwall im Frühsommer 1940 und der Unterstellung des SS-Sonderlagers Hinzert unter die Inspektion der Konzentrationslager (IKL) am 1. Juli 1940 diente das Lager als "Durchgangslager" insbesondere der luxemburgischen, belgischen, französischen und niederländischen Häftlinge auf ihrem Leidensweg nach Buchenwald, Natzweiler oder Dachau.

Als Museum in der Südpfalz legen wir unseren Schwepunkt auf den Westwall in der Südpfalz.
Nach den allgemeinen Westwallbaudaten, wird an Hand von Kartenmaterial und Bildern der Bau des Otterbachabschnitts erläutert. In einem zweiten Raum wird das Leben der Zivilbevölkerung vor, während der Kriegszeit und am Ende des Krieges beschrieben.
Zum Abschluß informieren wir über den großartigen Einsatz von Naturschutzverbänden und Behörden, die den Abriss stoppten und der Natur damit wichtige Lebensräume erhielt.
Im Eingangsbereich erkären wir verschiedene technische Details der amaligen Bunkerbauten.




Der zweite Bunker wurde so originalgetreu wie möglich ausgestattet.

Unterkunftsbereich

Ausstellung: Fernmeldetechnik

Flur des Untergeschosses

Bevor Sie uns verlassen schauen Sie doch noch noch in unserem kleinen "Shop" vorbei.
Wir haben einige interessante Bücher über den Westwall im Verkauf.

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